Pneumozystose

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Erreger

Pneumocystis carinii.

Verbreitung

Weltweit.

Übertragung

Vermutlich aerogen über Aufnahme von Zysten (Staub, Tröpfchen).

Inkubationszeit

1 - mehrere Wochen, z.T. Monate.

Präpatenz

1 Woche.

Patenz

Jahre.

Symptomatik

Betroffen sind abwehrgeschwächte Menschen (z.B. immunsupprimierende Medikation, Frühgeburt, schwere Mangelernährung, erworbene Abwehrschwäche).
Säuglinge, Kleinkinder: Über Wochen Husten, Fieber, Tachypnoe und Dyspnoe. Interstitielle plasmazelluläre Pneumonie.

Immunsupprimierte: Verlauf anfänglich schleichend, später fulminant. Fieber, Husten, später Dyspnoe und Tachypnoe, schließlich Cyanose. Letalität etwa 10 %. Komplikation: Pneumothorax.
Unter Rezidivprophylaxe: Extrapulmonale Pneumozystose (Lymphknoten, Milz, Leber, Knochenmark, Gastrointestinaltrakt, Niere, Schilddrüse, Pankreas, Herz, Pleura, Augen, Ohren, Haut).

Immungesunden: Oft Erregernachweis ohne Krankheitszeichen.

Diagnostik

Rasche Diagnosestellung entscheidend, deswegen klinische Diagnose. Mikroskopischen Befund nicht abwarten, sondern sofort therapieren. Mikroskopischer Befund zur Bestätigung (Bronchioalveoläre Lavage) und indirekter Nachweis über PCR (polymerase chain reactin). Bei Untersuchung oft nur geringfügiger Befund, ebenso im Röntgenbild der Lunge (disseminierte interstitielle Pneumonie).

Therapie

Trimethoprim & Sulfamethoxazol, bzw. mit Pentamidin. Rezidivprophylaxe.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS