Phlebotomusfieber

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht


Synonym(a)

Pappataci-Fieber, Sandmückenfieber, Toskanafieber, Sand Fly Fever (Engl.)

Erreger

Verschiedene Serotypen des Genus Phlebovirus, Familie Bunyaviridae.

Verbreitung

Im gesamten Mittelmeerraum (Portugal, Italien), im Mittleren Osten, in Nordafrika und in Gebieten Asiens vor.

Übertragung

Überträger sind Sandfliegen, hauptsächlich Phlebotomus papatasi, die Menschen als Nahrungsquelle bevorzugen und nachts stechen. Die Aktivität der Mücken beschränkt sich auf das späte Frühjahr und den Sommer.
lnkubationszeit: 3 - 5 Tage.

Symptomatik

Plötzlicher Beginn mit Fieber, Kopfschmerz, Lichtscheu, Übelkeit, Erbrechen, Muskel- und Rückenschmerzen, Steifheit der Beine und Rötung des Gesichts. Nach einigen Tagen können die Symptome bis auf eine allgemeine Schwäche, die häufig für einige Wochen persistiert, zurückgehen. Gelegentlich biphasischer Fieberverlauf, wobei die Temperatur für 1-2 Tage absinkt, um dann für kurze Zeit nochmals anzusteigen. Nach der Erkrankung besteht eine typspezifische Immunität. Zweitinfektionen durch eine andere Spezies sind möglich.

Diagnostik

Kennzeichnend ist eine ausgeprägte Leukopenie mit Linksverschiebung.
Bestätigung erfolgt durch Antikörpernachweis. Virusisolierung in Zellkulturen ist möglich.

Therapie

Die Behandlung erfolgt symptomatisch.

Prophylaxe

Sinnvoll ist die Verhinderung von Mückenstichen durch Gebrauch von Repellentien und Moskitonetzen. Vielerorts werden die Insekten gegen die verwendeten Mittel zunehmend resistent.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS