Paragonimiasis

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Erreger

Paragonimus westermani und andere.

Verbreitung

Überwiegend Zentral-, Ost- und Südostasien, tropisches Afrika, Zentral- und Südamerika.

Übertragung

Verzehr oder Zubereitung erregerhaltiger Krabben und Krebse oder krabbenfressender Tiere. Krabbensaft (traditionelle Medikamente, Gewürze) ist infektiös.

Inkubationszeit

3-6 Monate.

Präpatenz

5-6-12 Wochen .

Patenz

-20 Jahre.

Symptomatik

Akute Wanderphase: Fieber, Schüttelfrost, Nachtschweiß, Durchfall, abdominelle Schmerzen, thorakale Schmerzen, Husten, Dyspnoe und auf Urtikaria hinweisende Symptome.
Späteres chronisches pulmonales Stadium: Husten, zäh gelatinöses Sputum mit rostbrauner Farbe, evtl. blutig tingiert; ferner Dyspnoe, thorakale Schmerzen, wechselndes Fieber, Schwäche, Gewichtsverlust bei unbeeinträchtigtem Allgemeinbefinden.
Abdominale Fehlwanderung: Unspezifische Schmerzen und Funktionsstörungen.
Subcutane Fehlwanderung: Wandernder Knoten, evtl. Fieber.
Zerebrale Fehlwanderung: Akut verlaufende Meningoencephalitis bis hin zu chronischen Verläufen, zum Teil rezidivierend, zum Teil spontanheilend, mit Fieber, Kopfschmerz, Erbrechen, Sehstörungen, Lähmungen, Krampfanfällen, Hirndrucksymptomatik und Stauungszeichen.
Während Körperwanderung und auch späterer ausgeprägte Eosinophilie.

Diagnostik

Risikoeßverhalten bei Aufenthalt im Endemiegebiet. Bluteosinophilie.
Bei gutem Allgemeinbefinden pulmonale Symptomatik mit blutigem Husten.
Einsatz bildgebender Verfahren. Einachweis im Sputum (bei platzenden Wurmzysten) und im Stuhl (bei Verschlucken). Immundiagnostik (KBR, IHAT, ELISA, Metacercarienmembranreaktion).
Bei zerebralen Befall Eosinophilie, Proteinvermehrung und Antikörper
im Liquor.

Therapie

Praziquantel.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS