O`Nyong-nyong

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patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Erreger

O’ Nyong-nyong-Virus, Genus Alphavirus, Familie Togaviridae.

Verbreitung

Die Infektion ist in Afrika beheimatet, das Vorkommen auf Uganda und die angrenzenden Gebiete des Südsudans, Zaires und Kenias beschränkt. Der Name bedeutet Gelenkbrechen.

Übertragung

Bei O’ Nyong-nyong handelt es sich um eine Zoonose, deren Reservoir Tiere des Waldes bzw. des Dschungels sind, z. B. Faultiere. Übertragen wird das Virus durch Culex- und Aedesspezies. Das Virus kann dem sylvatischen Kreislauf entweichen und im urbanen Zyklus zu Epidemien innerhalb der Bevölkerung führen. Anopheles funestus und Anopheles gambiae sind hierbei die Überträger.

Inkubationszeit

4-8 Tage.

Symptomatik

Akuter Beginn mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und starken symmetrischen Gelenkschmerzen. 4 Tage nach Krankheitsbeginn entwickelt sich zuerst an Kopf und Nacken, sodann an Stamm und Gliedern ein makulopapuläres Exanthem, welches nach einigen Tagen wieder verschwindet. Es besteht meistens eine generalisierte Lymphadenitis, vorwiegend der zervikalen Lymphknoten. Die Krankheitsdauer beträgt etwa eine Woche, die Gelenkschmerzen können länger bestehen.

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt durch Virennachweis in Zellkulturen und Saugmäusen sowie serologisch.

Therapie

Die Behandlung erfolgt symptomatisch.

Prophylaxe

Maßnahmen zur Verhinderung von Insektenstichen wie Repellentien und Moskitonetze. Ein Impfstoff steht nicht zur Verfügung.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS