Melioidose

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Erreger

Pseudomonas (Burkholderia) pseudomallei.

Verbreitung

V.a. Süd-Ost-Asien, Neuguinea, Nordaustralien.

Übertragung

Perkutan, peroral oder inhalativ. Erregerhaltig: Lebensmittelvorräte, Oberflächenwässer, Erde. Risikogruppen: Diabetiker, chronisch Niereninsuffiziente, Lebererkrankungen, Tumorpatienten, Immunsupprimierte (Steroidtherapie, HIV u.a.) und Alkohol- und Drogenabhängige.

Inkubationszeit

Wenige Tage - einige Wochen. Auch nach Jahren.

Symptomatik

Großteil asymptomatisch oder unter dem Bild einer Grippe.
Im weiteren vielfältiges Krankheitsbild.
Akutes Stadium: Nekrotisierenden Pneumonie (noduläre und evtl. alveoläre Infiltrate) oder Septikämie mit hoher Letalität (85 - 95 %).
Chronischen Stadium: Multiple, größere und kleinere Abszesse in verschiedenen Organen wie Lunge, Leber, Niere, ableitende Harnwege, Haut, Unterhaut, Lymphwege und Knochenmark. Kinder: Parotitis.

Diagnostik

Septikämie oder Abszesse ggf. bei Risikogruppen (s.o.) nach Aufenthalt in Endemiegebieten hinweisend.
Direkter Erregernachweis aus Blutkultur, Abszeßmaterial oder Rachenabstrich.
Serologisch: IHA und IIF bei Personen, die nicht aus Endemiegebieten stammen (Durchseuchungstiter). ELISA (enzyme linked immunosorbent assay) zum Exotoxin-Nachweis.

Therapie

Cephalosporine evtl. & Tetracyclin, Cotrimoxazol oder Amoxicillin - Clavulansäure. Trotz Antibiose Rückfälle.

Prophylaxe

Vermeiden des Wassers- und Schlammkontaktes. Tierisches Erregerreservoir: Ratten, Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine, Hunde und Affen.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS