Loa-Loa-Infektion

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht


Synonym(a)

Loiasis

Erreger

Loa loa.

Verbreitung

West- und Zentral-Afrika.

Übertragung

Infektiöse Larven mit Stich tagaktiver Bremsen (Chrysops).

Inkubationszeit

6 Monate - über 1 Jahr.

Präpatenz

1 - 4 Jahre.

Patenz

- 15 Jahre.

Symptomatik

Bei Einheimischen symptomarm bis symptomlos.
Nach Monaten generalisierter Juckreiz. Im späteren Verlauf Calabarschwellung, Kamerunschwellung: An Unterarmen, Händen, Gesicht, Rumpf und Hals prallelastischen Schwellungen (5 - 10 cm) mit Rötung und Spannungsschmerzen, verschwinden binnen Tagen.
Augenwanderung: Selten kann wandernder Wurm (- 7 cm) an Konjunktiva oder Nasenrücken beobachtet werden. Dabei Augentränen.

Komplikationen

Enzephalitis, Nephropathie und Kardiomyopathie.

Diagnostik

Bei Wurmwanderung am Auge, subkutanen Schwellungen, Eosinophilie nach Aufenthalt im Endemiegebiet an Loa-loa-Infektion denken. Mikrofilarien-Nachweis im Blut, dabei Tagesperiodik beachten (zwischen 10 h vormittags und 14 h nachmittags).
Problematisch: Zeitspanne zwischen ersten Auftreten von Symptomen und frühestmöglicher Nachweisbarkeit.
Zu diagnostischen Zwecken Provokationsversuch mit Diethylcarbamezepin (Blutentnahme 15 - 60 Minuten nach Medikamentengabe). Wegen möglicher gefährlicher Komplikationen jedoch tropenmedizinisch erfahrenen Institutionen vorbehalten. Serologische Nachweismethoden mit Kreuzreaktionen gegenüber anderen Filarien. Unspezifisch: Eosinophilie, IgE-Erhöhung und Leukozytose.

Therapie

Chirurgische Wurmentfernung bei Augenwanderung. Medikamentöse Therapie mit Diethycarbamazin, einschleichend dosiert, wirkt gegen Mikrofilarien, eingeschränkt gegen adulte Würmer, deswegen Therapie ggf. mehrfach wiederholen.. Schwere, in 50 % tödlich verlaufende Nebenwirkung bei schwer Infizierten (> 50.000 Mikrofilarien / ml Blut) in Form einer Meningoenzephalitis möglich. Oft zusätzlich Antihistaminika und Corticosteroide.

Prophylaxe

Medikamentöse Prophylaxe mit Diethylcarbamazin. Sonst Schutz vor Bremsenstichen.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS