Kryptosporidiose

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Erreger

Cryptosporidium parvum.

Verbreitung

Weltweit. Häufiger in Ländern der Dritten Welt.

Übertragung

Orale Aufnahme von sporulierten Oozysten (Fäkalkontamination von Trinkwasser, Badewasser und Lebensmittel). Geringe Infektionsdosis (10 - etwa 100). Epidemisches Auftreten möglich. Ausgeprägte Umweltresistenz.

Inkubationszeit

1 - 14 Tage, durchschnittlich 7 Tage.

Präpatenz

5 - 28 Tage, durchschnittlich 7 Tage.

Patenz

18 - 31 Tage, vereinzelt Monate.

Symptomatik

Dauer und Verlauf abhängig vom Immunstatus. Immunkompetente: z.T. asymptomatischer Verlauf, z.T. profuser und wässriger Durchfall, nach 3 - 12 Tagen selbstlimitierendend. Zusätzlich geringes Fieber, Abdominalschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.
Immunsupprimierte: Durchfälle progredient über Monate und Wochen. Deutlicher Gewichtsverlust. Respirationstrakt, Gallenblase und Pankreas können mitbetroffen sein. Hohe Letalität (- 80 %). Opportunistische Infektion.

Diagnostik

Nachweis von Oozysten im Stuhl. Antikörpernachweis im Serum mit Immunfluoreszenz oder ELISA nicht in akuter Krankheitsphase. Bei Beteiligung des Respirationstrakt dort Oozystennachweis möglich.

Therapie

Immer symptomatisch Rehydrationstherapie. Bei Immunkompetenten Verlauf selbstlimitierend ohne kausale Therapie. Bei Immunsupprimierten progredienter Verlauf, bisher ohne wirksame Therapie. Therapieversuche: Paramomycin, Spiramycin, Azithromycin, Octreotid, bovines Kolostrum. Ggf. iatrogene immunsupprimierende Medikation absetzen.

Meldepflicht

Verdacht, Erkrankung und Tod als Enteritis infectiosa nach BSeuchG meldepflichtig.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS