Histoplasmose

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht


Varianten:
Amerikanische Histoplasmose
Afrikanische Histoplasmose

Erreger

Histoplasma capsulatum var. capsulatum (Amerikanische Histoplasmose) - Histoplasma capsulatum var. duboisii (Afrikanische Histoplasmose).

Verbreitung

Amerikanische Histoplasmose: USA (Mississippi-, Missouri- und Ohio-Region), Mexiko, Mittel- und Südamerika, Vorderer Orient, Afrika, Europa, Asien, Australien.
Afrikanische Histoplasmose: Regenwälder Zentral- und Westafrikas.

Übertragung

Amerikanische Histoplasmose: Inhalativ durch Aufnahme von Konidien (Hühnerställe, Vogelniststätten, Fledermaushöhlen). Weitere Eintrittspforten Gastrointestinaltrakt und Haut. Laborinfektionen. Organtransplantation.
Afrikanische Histoplasmose: Wenig bekannt. Pilz ist auf Pflanzen und im Erdreich.

Inkubationszeit

8 - 17 Tage (Amerikanische Histoplasmose).
Unbekannt, vermutlich Jahre (Afrikanische Histoplasmose).

Symptomatik

Amerikanischen Histoplasmose: Meist asymptomatisch.
Seltener influenzaartiges Verlaufsbild mit Fieber, Brustschmerz, Husten und Abgeschlagenheit über 1 - 2 Wochen. Seltener akut progressiv mit Fieber, Husten, Dyspnoe, geschwürigen Veränderungen in Mund, Rachen und Larynx, Milz- und Lebervergrößerung, Lymphknotenschwellung, Anämie und verschiedenen Hauteffloreszenzen mit Beteiligung der Hirnhäute, septischen Zustandsbild und letalem Ausgang. Chronisch progredienter Verlaufstyp v.a. ältere Menschen, endet letal. Persistenz des Pilzes über Jahre mit Reaktivierung möglich.
Afrikanische Histoplasmose: Lunge nur ausnahmsweise betroffen. Im Vordergrund granulomatöse Veränderungen der Mundhöhle und Speisewege, subkutane Herde sowie Läsionen von Schädel- und langen Röhrenknochen. An der Haut Papeln, Knötchen und Knoten mit Ulzeration. Subkutane Abszeßbildungen.

Diagnostik

Direkter Erregernachweis (Blut, Sputum, Urin, Biopsiematerial) mit Mikroskopie und Kultur. Andere Nachweismethoden (Immundiffusion, Gegenstromelektrophorese, KBR, ELISA). Intradermaltest (Histoplasmin). Histoplasmose ist eine opportunistische Infektion.

Achtung

Untersuchungsmaterial mit der Verdachtsdiagnose einer Histoplasmose dem Labor gegenüber deutlich kennzeichnen!

Therapie

Ketokonazol, Itraconazol und Amphotericin B.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS