Gelbfieber

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht


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- 07.05.2015 - Brasilien - - 07.04.2015 - Argentinien -

Synonym(a)

Stadtgelbfieber, urbanes Gelbfieber, Buschgelbfieber, Dschungelgelbfieber, sylvanisches Gelbfieber

Englischer Begriff: Yellow fever, urban yellow fever, jungle yellow fever

Erreger

Gelbfiebervirus

Verbreitung

Tropische Regionen von Afrika (15°N - 10°S) und Amerika (10°N - 20°S). Man unterscheidet das Buschgelbfieber und das Stadtgelbfieber. Beim Buschgelbfieber werden Menschen nur selten infiziert. Das Stadtgelbfieber hingegen tritt epidemisch auf und betrifft vorwiegend den Menschen

Übertragung

Vorwiegend durch Stechmücken der Arten Aedes aegypti, A. africanus, A. simpsoni, selten durch Haemagogus spp. und Sabethes spp..

Inkubationszeit

3 - 6 Tage

Symptomatik

In der Regel verläuft die Erkrankung in 3 Stadien. Im Initialstadium treten Schüttelfrost, Fieber bis 40°C bei relativer Bradykardie, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Gastroenteritis auf. Die Symptome sind um den 3. Tag rückläufig (Remissionsstadium). Entweder heilt die Krankheit aus, oder es kommt zu erneutem Fieberanstieg mit Organschädigung. Im Stadium der Organschädigung treten Nephritis mit Proteinurie, Hepatitis mit Ikterus und Erbrechen sowie hämorrhagische Diathese auf.

Komplikationen

Nierenversagen, Leberversagen, Schock, Meningoenzephalitis

Prognose

Meist nur leichte Beschwerden, bei schwerem Verlauf jedoch hohe Letalität. Bei Kindern ist der Verlauf eher mild, bei Erwachsenen eher schwer. Nach durchgemachter Infektion besteht eine langanhaltende Immunität.

Diagnostik

Anamnese: Aufenthalt im Endemiegebiet
Blut: Virusnachweis, Virus-RNA, Virus-AG, IgM AK, Leukopenie, Anaemie, Thrombopenie, Transaminasen erhöht, Bilirubin erhöht, Quick erniedrigt
Urin: Proteinurie

Differentialdiagnose

Virale Hepatitiden, Dengue Fieber, Malaria tropica, Leptospirose, Typhus, Rickettsiosen, andere hämorrhagische Fieber

Therapie

Symptomatische Behandlung, evtl. Versuch mit Ribavirin, strenge Isolierung

Prophylaxe

Konsequenter Schutz vor Stechmücken, hautbedeckende Kleidung, Schlafen unter einem Moskitonetz oder in mückengeschützten Räumen.

Immunisation

Durchführung ausschließlich in staatlich zugelassenen Gelbfieber-Impfstellen. Es handelt sich um eine Einmal-Impfung. Der Impfschutz beginnt etwa 10 Tage nach der Impfung und hält ca. 10 Jahre an. Die Impfung wird im Internationalen Impfpass dokumentiert. Zur Einreise in bestimmte Länder ist die Impfung Vorschrift.

Meldepflicht

Verdacht, Erkrankung und Tod


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS