Diphtherie

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Synonym(a)

Englischer Begriff: Diphtheria

Erreger

Corynebacterium diphtheriae

Verbreitung

Grundsätzlich weltweit mit höherer Inzidenz in Ländern mit geringer Durchimpfungsrate (GUS-Länder, Asien, Afrika, Süd- und Mittelamerika)

Übertragung

Tröpfcheninfektion

Inkubationszeit

1-7 Tage

Symptomatik

Das Prodromalstadium ist bestimmt durch Fieber und Verschlechterung des Allgemeinzustandes. Es kommt zunächst zur Rachendiphtherie mit weißlichgrauen Belägen (Pseudomembranen), die beim Abstreifen bluten. Sie riechen süßlich wie vergärende äpfel. Vor allem bei Säuglingen tritt die Nasendiphtherie mit blutigem Sekret auf. Nach 4-5 Tagen kommt es zum Befall des Kehlkopfes (Krupp) mit Heiserkeit, bellendem Husten und schwerer Atemnot.

Komplikationen

Myokarditis und Kreislaufversagen durch Endotoxin, ödematöse Halsschwellung (Cäsarenhals), akutes Nierenversagen, Lähmung von Gaumensegel, Augen und Beinen.

Prognose

Abhängig vom Zeitpunkt des Behandlungsbeginns. Die Kehlkopfdiphtherie (Krupp) mit Heiserkeit, inspiratorischem Stridor und Erstickungsgefahr hat eine ungünstige Prognose.

Diagnostik

Klinik: Weißlich-graue Beläge im Mund, die beim Abstreifen bluten, sowie süßlicher Mundgeruch sind typisch.
Abstrich: Unter den Belägen im Nasen-/Rachenraum zu entnehmen

Differentialdiagnose

Angina anderer Genese (Pfeiffer´sches Drüsenfieber, Streptokokken, Gonokokken, Herpesviren, Syphilis)

Therapie

Isolierung des Patienten, Therapie mit humanem Diphtherie-Antitoxin und Penicillin

Prophylaxe

Die aktive Schutzimpfung (Toxoid) bietet einen Schutz von nahezu 100%.

Meldepflicht

Erkrankung, Tod


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS