Dengue-Fieber

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Synonym(a)

Siebentagefieber

Englischer Begriff: Dengue fever

Erreger

Das Dengue Virus ist ein Flavivirus mit 5 Serotypen.

Verbreitung

Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika, Karibik und im Süden der USA. Das Dengue-Haemorrhagische Fieber tritt vor allem in Südost-Asien auf, kommt aber auch in den übrigen Dengue-Endemiegebieten vor.

Übertragung

Verschiedene Stechmücken der Gattung Aedes (Aedes aegypti, A. albopictus, A. polynesiensis, A. scutellaris) können beim Stich Dengue-Fieber übertragen. Sie sind vor allem tagsüber und in der Dämmerung aktiv.

Inkubationszeit

4-15 Tage

Symptomatik

Das Virus vermehrt sich in den Lymphknoten. Nach einigen Tagen tritt hohes Fieber mit starken Rücken-, Kopf- und Gliederschmerzen auf (breakbone fever). Relative Bradykardie ist typisch. Einige Patienten empfinden einen metallischen oder bitteren Geschmack im Mund. Das Fieber fällt nach 1-2 Tagen ab, um am 4.-5. Tag der Erkrankung wieder anzusteigen. Ein grobfleckig konfluierendes Exanthem bildet sich aus. Es kommt zur Lymphknotenschwellung. Am 5.-6. Tag klingen die Symptome ab.

Komplikationen

Dengue-Haemorrhagisches Fieber kann bei erneuter Infektion mit einem anderen Dengue-Serotyp auftreten. Dieses kann zu Dengue-Haemorrhagischem Schock und Meningitis führen. Vor allem Kinder sind davon betroffen.

Prognose

Bei Erstinfektion von Erwachsenen in der Regel gute Prognose. Bei Re-Infektion ist der Verlauf meist schwerwiegender, vor allem bei Kindern.

Diagnostik

Labor: Dengue-Schnelltest, vom 3.-7. Krankheitstag durch Virusnachweis (PCR), ab dem 8. Krankheitstag durch Nachweis spezifischer IgG oder IgM. Kreuzreaktion mit Gelbfieber, Japan B Enzephalitis, West Nil Fieber oder FSME kann vorkommen.

Differentialdiagnose

Chikungunya, Malaria, Gelbfieber, Influenza, Leptospirose, O´nyong nyong, West-Nil-Fieber, Ross-River-Fieber, Pappataci-Fieber, Rift-Valley-Fieber, Masern, Rickettsiosen

Differentialdiagnose bei Dengue-Haemorrhagischem-Fieber: Ebola-, Lassa-, Marburg-, Rift-Valley-, Krim-Kongo Fieber

Therapie

Dengue-Fieber wird symptomatisch therapiert. Bei Dengue-Haemorrhagischem-Fieber ist intensivmedizinische Betreuung indiziert.

CAVE: Keine Gabe von ASS wegen Gefahr der Thrombozytopenie!

Prophylaxe

Konsequenter Schutz vor Mückenstichen durch hautbedeckende Kleidung. Die Dengue-übertragenden Mücken sind vor allem tagsüber und in der Dämmerung aktiv. Eine Impfung ist derzeit noch nicht verfügbar, allerdings befinden sich mehrere Präparate in der Phase der klinischen Studien. Das erste Mittel könnte im Jahre 2015 zugelassen werden.

Meldepflicht

Verdacht, Erkrankung und Tod


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS