Zeckenlähmung (Tick Paralysis)

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Synonym(a)

Zeckenlähmung, Tick Paralysis

Verbreitung

Die Zeckenlähmung wird von über 40 Unterarten weltweit verbreitet und kann in allen Regionen, in denen Zecken gefunden werden, auftreten. An dieser Erkrankung sterben vorwiegend Tiere, hauptsächlich Kühe und Schafe. Menschen erkranken selten - am ehesten noch Kinder.

Übertragung

Die Erkrankung tritt auf, wenn eine festsitzende, mit Eiern beladene weibliche Zecke in ihren Speicheldrüsen ein Nervengift produziert und dieses beim Saugakt überträgt.

Inkubationszeit

Die größte Giftmenge wird zwischen dem sechsten und siebenten Tag der Verbindung zwischen Wirt und Parasit übertragen. Dies geht mit dem Beginn oder einer Zunahme der Symptome meistens Hand in Hand. Der Zeitraum kann, abhängig von der Zeckenart, auch noch verschieden sein.

Symptomatik

Es treten Müdigkeit, Taubheitsgefühl in den Beinen und Muskelschmerzen auf. In einigen Fällen kann es zu deutlichen Lähmungserscheinungen kommen. Sie breiten sich sehr rasch von den unteren auf die oberen Extremitäten aus, gefolgt von der Zunge und letztlich kommt es zu einem Lungenversagen mit Atemstillstand. 12% der Fälle enden tödlich. Sobald die Zecke entfernt ist, nimmt die Symptomatik rasch ab.

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt auf Grund der ungenügenden labaoranalytischen Möglichkeiten an Hand der Symptomatik und der raschen Erholung des Patienten, sobald die Zecke entfernt ist

Therapie

Die Behandlung besteht eigentlich nur in der Entfernung der Zecke. Dabei ist darauf zu achten, daß auch der Kopf mit der gesamten Mundpartie, welche die Speicheldrüsen enthält, entfernt wird. Im gegenteiligen Fall wird die Erkrankung weiter unterhalten. Ist das Tier komplett entfernt, sollte sich der Patient im Verlaufe der nächsten Tage rasch erholen.

Prophylaxe

Die Vorbeugung besteht darin, nicht durch üppige Vegetation oder Unterholz zu laufen, um die Tiere nicht abzustreifen. Wanderer sollten daher auf den breiten Wegen bleiben. Weiterhin gehört dazu das jahreszeitlich unabhängige Absuchen des Körpers. Im übrigen kann man sich durch das Tragen von langen Hosen, langärmeligen Hemden, Socken und geschlossenen Schuhen schützen. Auf die Haut und / oder die Kleidung können Repellentien aufgetragen werden, andere Substanzen (z.B. Permethrin) aber nur auf die Kleidung.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS