Maul- und Klauenseuche

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Verbreitung

In Asien (Süd-Korea, Japan, Mongolei, Kirgisistan, Kasachstan, Südrußland) und Afrika (Tansania, Kenia, Malawi, Sambia) breitet sich gegenwärtig die Maul- und Klauenseuche aus. Auch der Nordosten Griechenlands ist betroffen. Seit 1994 ist diese Erkrankung auch auf der arabischen Halbinsel mit einer Ausrichtung nach Südosteuropa auf dem Vormarsch.

Übertragung

Betroffen sind vor allem Paarhufer (Haustiere: Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine; Wildtiere). Andere Arten erkranken selten, können aber als Überträger fungieren, in denen der Erreger bis zu einem halben Jahr verweilen kann. Die MKS ist für diese Tiere hochgradig ansteckend. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt, als Schmierinfektion, den Konsum rohen Fleisches, unpasteurisierte Milch und entsprechende Produkte oder auf dem Luftwege.

Inkubationszeit

Auf den ersten Blick spielt die Maul- und Klauenseuche für den Menschen keine große Rolle, da die Erreger für den Menschen kaum krankheitserzeugend sind. Gelegentlich kommt es zu Schmierinfektionen und damit zu Veränderungen der Haut an der Eintrittsstelle. Nach einer Vorlaufzeit (Inkubationszeit) von 2 - 8 Tagen kommt es zur Ausbreitung der Erreger im Körper und dem Auftreten von Fieber und anderen Allgemeinerscheinungen. Die Erkrankung ist selbstlimitierend und heilt rasch aus.

Prophylaxe

Kontakte mit (erkrankten) Tieren sind zu vermeiden. Eine konsequente Hygiene senkt das bedingte Risiko einer Erkrankung weiter ab. Das Mitbringen von Tierprodukten aus den betroffenen Gebieten muß unterbleiben.

Achtung

Der Mensch kann die Erreger auf seiner besiedelten Schleimhaut über Monate weitertragen und andere Menschen und vor allem Tiere infizieren. Dadurch ist der Verschleppung in weit entfernte Gebiete Tür und Tor geöffnet. Auch verschärfte Kontrollen sind nur von sehr eingeschränktem Nutzen. Probleme kann es auch bei der Erkrankung von Immungeschwächten im Sinne einer opportunistischen Erkrankung geben.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS