Oropouche Fieber

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patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Erreger

Das Oropouche Virus gehört zur Serogruppe Simbu der Familie Bunyaviridae.

Verbreitung

Die Infektion kommt in Südamerika, v. a. im Amazonasgebiet Brasiliens und in der Südkaribik sporadisch-endemisch (1961 7000 Fälle) vor.

Übertragung

Die Übertragung erfolgt durch Culex- und Culicoides-Mücken. Im urbanen Zyklus kreist das Virus zwischen Mensch und Moskitos. Es besteht ein sylvatischer Kreislauf zwischen Vögeln und Wildsäugetieren (Faultiere, Affen und Beuteltiere).

Inkubationszeit

3 - 8 Tage.

Symptomatik

Die gutartig verlaufende Krankheit beginnt mit Schüttelfrost sowie hohem Fieber. Weitere Symptome sind Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Selten werden ein flüchtiges Exanthem und Symptome einer aseptischen Meningitis bemerkt. Die subklinischen Infektionen überwiegen. Todesfälle wurden nicht berichtet.

Diagnostik

Virusnachweis durch Anzüchten in Zellkulturen und Mäusen. Serologie.

Therapie

Supportiv-symptomatisch.

Prophylaxe

Da ein Impfstoff bislang fehlt, beschränken sich die Vorbeugemaßnahmen auf die Brutplatzsanierung der Moskitos und die persönliche Expositionsprophylaxe (Gebrauch von Repellentien und Moskitonetzen sowie das Tragen entsprechender Kleidung).


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS