Hepatitis C

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Erreger

Hepatitis C Virus.

Verbreitung

Weltweit. Häufiger in Japan, Fern-Ost, Mittelmeerraum und Teilen Afrikas.

Übertragung

Meist parenteral. Sexuelle Übertragung möglich, jedoch selten. Perinatale Übertragung möglich. Mit Alltagskontakten schwer übertragbar. Etwa 50 % unbekannt. Risikogruppen Hämophile, Dialysepatienten und i.v. Drogenabhängige.

Inkubationszeit

6 - 10 Wochen (14 - 180 Tage).

Symptomatik

Meist symptomlos oder milde Symptomatik mit Ikterus, Oberbauchschmerzen, Fieber und Abgeschlagenheit. Häufig chronischer Verlauf. Symptome oft erst mit Leberschädigung: Leberzirrhose, hepatozelluläres Karzinom. Hepatitis C oft mit Kryoalbuminämie und anderen Autoimmunerkrankungen assoziiert: Sjögren Syndrom, Sialadenitis, idiopathische pulmonale Fibrose, Polyarthritis nodosa und anderen Immunhepatitiden. Alkoholmißbrauch potenziert leberschädigende Wirkung. Nach Lebertransplantationen meist Reinfektion der Spender-Leber.

Diagnostik

Antikörperbildung meist 2 - 8 Wochen (bis zu 6 Monaten) nach Infektion, selten auch keine Antikörperbildung. Indirekte Hinweise: Wechselnd hohe Transaminasenwerte, erhöhtes Eisen.

Therapie

Kausale Therapie nicht möglich. Bei chronischer Hepatitis Therapieversuch mit a-Interferon möglich. Bei Lebertransplantation meist nachfolgend Infektion der Spender-Leber.

Immunisation

Aktive Impfung derzeit nicht möglich.

Meldepflicht

Erkrankung, Tod.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS