RSSE

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht


Synonym(a)

Russian Spring Summer Encephalitis
Russische Frühjahr-Sommer-Enzephalitis

Erreger

RSSE Virus.

Verbreitung

Rußland (Taiga, Sibirien), China, Japan.

Übertragung

Zeckenbiß. Rohmilch, Käse infizierter Ziegen, Schafe oder Kühe. Laborinfektionen.

Prophylaxe

Schützende Kleidung, Impfung. Zecken rasch entfernen.

Inkubationszeit

1 Woche.

Symptomatik

Allmähliche Krankheitsentwicklung: Fieber, Kopfschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheu. Nackensteifigkeit, sensorischen Störungen, Sehstörungen sowie neurologische Symptome in Form von Paresen, Paralysen, Sensibilitätsverlust und Krämpfen. Bei Kindern schwerer Verlauf. Letalität 20 % (Tod innerhalb der ersten Woche). Neurologische Folgeschäden in 30 - 60 % mit schlafen Lähmungen von Schulter- und Armmuskulatur.

Diagnostik

Direkter Virusnachweis wenig praktische Bedeutung.
Serologisch Nachweis virusspezifischer IgM-Antikörper im Liquor und Serum in Frühphase. IgM-Antikörper mit Einsetzen klinischer Symptomatik bis zu 10 Monaten nach Infektion nachweisbar.
FSME-Impfung führt zu langanhaltenden IgM-Antikörperspiegeln.

Therapie

Die Therapie ist supportiv.

Immunisation

Impfung gegen FSME schützt auch gegen RSSE.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS