West-Nil-Fieber

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Krankheitsnamen:
West-Nil-Fieber

Erreger

Das West Nil Virus gehört zur Familie Flaviviridae.

Verbreitung

In folgenden Verbreitungsgebieten ist das West-Nil-Fieber bekannt: Südeuropa, mittlerer Osten, Afrika, Russland, Indien, Indonesien und seit 1999 in Nordamerika. Die euroasiatischen Stämme unterscheiden sich von denen Indiens, Indonesiens und Afrika.
In hochendemischen Gebieten erkranken meist die kleinen Kinder, während die Erwachsenen immun sind. Tritt die Krankheit nur sporadisch auf, sind Kinder und Erwachsene gleichermaßen betroffen.
Die meisten Infektionen verlaufen inapparent.

Übertragung

Der Erreger wird durch Stechmücken der Culex spp., die besonders wildlebende Vögel wie Tauben und Krähen befallen, übertragen. Diese Vögel sind das wichtigste Virusreservoir, aber auch Affen, Pferde und Kamele spielen eine Rolle. Der Mensch ist lediglich ein Gelegenheitswirt.
Risikofaktoren:
Aufenthalt in Endemiegebieten.

Inkubationszeit

3 - 7 Tage.

Symptomatik

Die Krankheit beginnt unspezifisch mit Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Etwa ein Drittel der Betroffenen zeigen an Brust, Rücken und oberen Extremitäten ein makulopapulöses Exanthem. Hinzu kommt eine systemische Lymphadenopathie. Nach 3-6 Tagen fällt das Fieber ab. Komplikationen wie Enzephalitis oder Myokarditis sind selten.

Diagnostik

Bei der Serologie ist auf die hohe Kreuzreagibilität mit heterologen Flaviviren zu achten.
Virusisolierung (innerhalb der ersten 5 Tage nach Krankheitsbeginn mit 40% Erfolg).

Therapie

Da keine kausale Therapie zur Verfügung steht, erfolgt die Behandlung symptomatisch.

Prophylaxe

Ein Impfstoff steht nicht zur Verfügung. Eine sinnvolle Prophylaxe stellt die Verhinderung von Insektenstichen mit Hilfe von Repellentien und Moskitonetzen dar.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS