WEE Westliche equine Enzephalomyelitis

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht


Synonym(a)

WESTAMERIKANISCHE PFERDE-ENZEPHALITIS
(WEE; western equine encephalitis)

Erreger

Das WEE-Virus gehört zur Familie der Alphaviridae und umfaßt sechs eng verwandte, jedoch serologisch distinkte Mitglieder unterschiedlicher Virulenz für Mensch und Pferd.

Verbreitung

Die Western Equine Encephalitis tritt überwiegend in den westlichen Staaten der USA, besonders dem pazifischen Küstenbereich, und in den angrenzenden Gebieten Kanadas, sowie Mittel- und Südamerikas auf.

Übertragung

Die Übertragung erfolgt überwiegend über Mückenstiche auf den Menschen, aber auch über Inhalation erregerhaltiger Aerosole. Der Erreger kreist zwischen Vögeln und Mücken. Mensch und Pferd sind Zufallswirte. Epizootien beim Pferd gehen Häufungen von Erkrankungen beim Menschen voraus.
Risikofaktoren:
Enger Kontakt mit Pferden und Tätigkeit im Freien.

Inkubationszeit

5-15 Tage.

Symptomatik

Die meisten Infektionen verlaufen inapparent. Säuglinge und Kleinkinder sind mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:50 häufiger betroffen als Erwachsene mit 1:1000. Auf 100 Infektionen trifft ein enzephalitischer Verlauf.
Beim Erwachsenen beginnt die Infektion mit Fieber, Hinfälligkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit; bei Kindern hingegen kommt es sofort zu einem enzephalitischen Zustandsbild mit hohem Fieber, Schläfrigkeit, Nackensteifigkeit und Erbrechen. Psychische Auffälligkeiten und Krampfanfälle können hinzutreten. Der Zustand kann sich bis zum Koma verschlechtern. Bei schwerkranken Kleinkindern liegt die Letalität bei über 50%. Bei Säuglingen und Kleinkindern muß mit schweren Residualheilungen gerechnet werden.

Diagnostik

Die Erregerisolierung erfolgt vorrangig über den Liquor cerebrospinalis.

Therapie

Da eine kausale Therapie nicht vorhanden ist, sollte eine symptomatische Behandlung erfolgen.

Prophylaxe

Für Pferde stehen wirksame Impfstoffe zur Verfügung. Ein Totimpfstoff für den menschlichen Gebrauch wird nur an Risikogruppen gegeben. Daraus resultiert die große Bedeutung der Expositionprophylaxe, v. a. für Kleinkinder und Säuglinge


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS