VEE Venezuelanische equine Enzephalomyelitis

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht


Synonym(a)

VEE, venezuelan equine encephalitis

Erreger

Das VEE-Virus gehört zur Familie Alphaviridae und kann nach der Seroaktivität in verschiedene Subtypen gegliedert werden: Everglades, Mucambo, Pixuna.

Verbreitung

Diese Infektionskrankheit kommt im nördlichen Südamerika, Mittelamerika bis zum südlichen Texas vor und ist von veterinär- und humanmedizinischer Bedeutung.

Übertragung

Die Übertragung erfolgt durch Stechmücken der Culexspezies. Das natürliche Reservoir des Erregers sind Kapuzineraffen, Nagetiere, kleine Raubtiere und auch Vögel. Wildtiere spielen aber als Infektionsquelle eine untergeordnete Rolle. Meist übertragen die Mücken den Virus vom infizierten Pferd auf den Menschen. Menschliche Infektionen folgen einer Epizootie in einem Abstand von 1-2 Wochen.
Risikofaktoren: Aufenthalt in epidemischen Regionen.

Inkubationszeit

2 - 8 Tage.

Symptomatik

Nach der Inkubationszeit setzen akut Fieber sowie Kopf- und Muskelschmerzen ein. Halsschmerzen, Nausea und Diarrhöe können auftreten. In 90% der Fälle verschwinden die Symptome nach wenigen Tagen. In einigen wenigen Fällen kann sich jedoch eine meningoenzephalitische Phase anschließen, die gekennzeichnet wird durch Bewußtseinsstörungen, zerebrale Anfälle, Nystagmus, Tremor und Ataxie. Nach 1-2 Wochen kommt es zur kompletten Rückbildung außer bei Kleinkindern, bei denen auch Todesfälle beobachtet wurden.

Diagnostik

Die Virusisolierung gelingt innerhalb der ersten 2 Krankheitstage aus dem Blut, mittels dem Antigen-ELISA-Test auch an der infizierten Zellkultur.

Therapie

Symptomatisch und supportiv.

Prophylaxe

Zur Impfung stehen ein Tot- und ein Lebendimpfstoff zur Verfügung. Der attenuierte TC-83-Lebendimpfstoff weist auch bei immunsuppressiven Bedingungen eine gute Verträglichkeit auf. Der weiterentwickelte Totimpfstoff ist v. a. für Schwangere und Auffrischimpfungen geeignet. Das Einsatzgebiet für diese Impfstoffe liegt bei Laborpersonal und Menschen mit engem Tierkontakt.
Vorrangige Maßnahmen sind auch die Impfungen von Pferden, Mulis und Eseln. Darüber hinaus ist natürlich eine Insektenabwehr mit Hilfe von Repellentien sinnvoll.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS