Sindbis-Fieber

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patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Erreger

Sindbis-Fieber-Virus, Genus Alphavirus, Familie Togaviridae.

Verbreitung

Der Sindbis-Erreger kommt im südlichen Afrika, im Mittleren Osten, in Ostasien und Australien vor, auch in der UdSSR, der Tschechoslowakei, in Israel, ägypten, Kamerun und Uganda wurde er isoliert. Der geographische Schwerpunkt der Krankheit liegt in Afrika.

Übertragung

Die Übertragung erfolgt von Stechmücken der Culexspezies (in Afrika v. a. Culex univittatus) von Mensch zu Mensch. Der Erreger hat in Vögeln sein Reservoir.
Risikofaktoren:
Aufenthalt in Endemiegebieten im Sommer ohne Prophylaxe.

Prophylaxe

Als Prophylaxe ist die Verhinderung von Insektenstichen sinnvoll. Ein Schutz vor den Stechmücken kann mit Hilfe von Repellentien und Moskitonetzen erfolgen.

Inkubationszeit

3 - 6 Tage (meist 4 Tage).

Symptomatik

Symptomatisch treten Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen, sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl auf. Nach 4-7 Tagen kann es mit dem Fieberabfall zu einem makulopapulären, z. T. vesikulösem Exanthem kommen, das v. a. die Fußsohlen und Handflächen befällt.

Diagnose

Das Virus ist ohne Schwierigkeiten in Zellkulturen und Saugmäusen isolierbar. Ein Antikörpernachweis über IgM-ELISA ist möglich.

Therapie

Da die Krankheit meistens gutartig und komplikationslos verläuft, ist nur selten eine symptomatische Therapie erforderlich.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS