Sarkozystose

verbreitung erreger inkubationszeit präpatenz
patenz symptomatik übertragung diagnostik
therapie prophylaxe komplikationen meldepflicht



Erreger

Sarcocystis bovihominis und Sarcocystis suihominis.

Verbreitung

Weltweit mit Verzehr von Schweine- und Rindfleisch.

Übertragung

Intestinale Sarcocystose: Zystenhaltiges Muskelfleisch - Verzehr von rohen oder unzureichend erhitzten Rind- und Schweinefleisch. Muskuläre Sarcocystose: Sarkocystenhaltiger Oocysten - tierische Fäkalien.

Inkubationszeit

Intestinale Sarkocystose: Wenige Stunden - wenige Tage.

Präpatenz

Intestinale Sarkocystose: Etwa 2 Wochen.

Patenz

Intestinale Sarkocystose: Ab der 2.Woche bis über mehrere Monate werden Sporocysten ausgeschieden. Muskuläre Sarkocystose: Parasiten können lange Zeit überdauern.

Symptomatik

Intestinalen Sarkocystose: Asymptomatischen bis schwere Verläufe. Heftige Durchfällen mit ausgeprägten Flüssigkeitsverlust. Immunsupprimierte zeigen ausgeprägte Diarrhoe, abdominelle Schmerzen, Fieber und Gewichtsverlust.
Muskuläre Sarkocystose: Selten Krankheitssymptome. Schwellung, Erythem, Myalgie, Muskelschwäche, Fieber und Eosinophilie.

Diagnostik

Intestinale Sarkocystose: Nachweis von Sporocysten im Stuhl. Präpatenz > Inkubationszeit!
Muskuläre Sarkocystose: Evtl. Eosinophilie. Nachweis in Muskulatur (Befall von Herz- und Skelettmuskulatur).

Therapie

Verlauf normalerweise selbstlimitierend.


Erstellt am 12.5.2015 - ©2002 DRTM/MTTS