Checkliste Bulgarien

Region: Südosteuropa
Hauptstadt: Sofia


Hinweise

Sofern Bulgarien im Rahmen einer Pauschalreise besucht wird, dürfte das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, nicht wesentlich größer sein als in anderen europäischen Urlaubsregionen. Generell sollte jedoch auf das offene Tragen von Wertsachen verzichtet werden.

Das Auswärtige Amt rät vom Geldumtausch in Wechselstuben ab, da Touristen einerseits aufgrund der häufig nur in bulgarischer Sprache ausgehängten Geschäftsbedingungen und andererseits aufgrund von unlauteren Praktiken in manchen Wechselstuben häufig erheblich weniger Geld erhalten, als sie erwarten. Daher rät das Auswärtige Amt zum Geldtausch in Geschäftsbanken.

In Bulgarien kann Geld auch mit EC-Karte abgehoben werden. In der Vergangenheit sind besonders in den Touristenzentren am Schwarzen Meer Fälle von EC- und Kreditkartenbetrug aufgetreten. Bei Benutzung eines EC-Kartenautomaten besteht die Gefahr, dass die Kartendaten mitgelesen und dann später Geld abgehoben wird.

Seit dem Beitritt Bulgariens zur Europäischen Union darf ein Fahrzeuge mit Gemeinschaftsstatus, d.h. ein Fahrzeug, das in einem EU-Mitgliedstaat zum Verkehr zugelassen ist, frei bewegt werden und unterliegt keiner Zollaufsicht oder -kontrolle. Es wird keine Eintragung des Fahrzeuges in das Reisedokument des Fahrzeugführers vorgenommen. Bei einer Fahrt innerhalb des Zollgebietes der Europäischen Union gilt der Gemeinschaftsstatus als erbracht (z.B. Einreise über Rumänien). Wenn das Fahrzeug mit Gemeinschaftsstatus aus einem Drittland (nicht EU-Mitgliedstaat) nach Bulgarien eingeführt wird, ist der Gemeinschaftsstatus nachzuweisen. Der Nachweis bei der Einreise wird grundsätzlich durch das amtliche Kennzeichen und durch die Zulassungspapiere geführt (z.B. Einreise über Serbien).

Kfz-Diebstähle kommen häufig vor. Hochwertige PKW aus westeuropäischer Produktion und mit ausländischem Zulassungskennzeichen sind bevorzugte Ziele von Diebstählen. In diesem Zusammenhang und wegen der schlechten Straßenverhältnisse wird von Fahrten bei Dunkelheit nachdrücklich abgeraten. Weiterhin wird darauf aufmerksam gemacht, dass bewachte Parkplätze zwar als solche ausgewiesen sind, jedoch bei Diebstahl des Fahrzeuges keine Haftung übernehmen. Generell sollte auf „wildes“ Camping oder Zelten, sowie auf Übernachten am Straßenrand im Auto verzichtet werden. Zwischen dem 1. November und dem 1. März eines jeden Jahres ist auch tagsüber mit Abblendlicht zu fahren.

Bei der Durchreise durch Bulgarien ist bezüglich der Zahlung von Geldstrafen folgendes zu beachten: Nach Auskunft des bulgarischen Innenministeriums sind Verkehrspolizisten verpflichtet, reflektierende Schutzwesten und einen Dienstausweis mit Lichtbild, Name und Einheit zu tragen; Geldstrafen, die wegen Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung verhängt werden, sind grundsätzlich nie direkt an die kontrollierenden Verkehrspolizisten zu zahlen. Sollten Sie dennoch zur Zahlung aufgefordert werden, notieren Sie sich die Kenn-Nr. des Polizisten an der Uniform sowie dessen Namen. Das bulgarische Innenministerium hat auf seiner Homepage eine Möglichkeit zur Anzeige von Korruptionsfällen eingerichtet.
(www.mvr.bg/en/Guide/traveling.htm, Menüpunkt „Signals of Corruption at the MoI).

Die medizinische Versorgung und Ausstattung ist nicht mit der in Deutschland vergleichbar. Viele der in Deutschland gängigen Medikamente sind in bulgarischen Apotheken erhältlich; dennoch sollten zum Beispiel Personen, die auf regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen sind, diese selbst mitbringen. Ausländische Patienten haben in der Regel die Kosten für eine ärztliche Behandlung vor Ort in bar zu bezahlen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Kosten für die medizinische Behandlung von Ausländern relativ hoch sein können. Es sollte auf jeden Fall auf Ausstellung einer formellen Rechnung oder Quittung bestanden werden.

Medizinische Notfallbehandlungen können in staatlichen Krankenhäusern direkt über die Versicherung abgerechnet werden, es erfolgt dann keine Barzahlung mehr. Hierzu muss die Europäische Versicherungskarte, erhältlich bei Ihrer Krankenversicherung in Deutschland, vorgelegt werden.

Die Ein- und Ausfuhr von Geldbeträgen ab 10.000 Euro (Ausfuhr über 25.000,- Leva) ist gegenüber den bulgarischen Zollbehörden schriftlich zu deklarieren. Entsprechende Formulare sind u.a. auch in deutsch, englisch und französisch beim Zoll erhältlich. Mit Bargeld sind auch verschiedene Wertpapiere, Travellerschecks u.a. gemeint. Grundsätzlich ist die Ein- und Ausfuhr von Devisen durch Postsendungen verboten, es sei denn, dass der Inhalt der Postsendung vorher angemeldet wird. Bei Nichtbeachtung der Deklarationspflichten wird der gesamte Devisen- oder Levabetrag entschädigungslos zu Gunsten des bulgarischen Staates eingezogen. Außerdem werden Geldbußen verhängt.

Ausländer dürfen ferner Edelmetalle, -steine und -erzeugnisse ein- und ausführen, ohne sie zu deklarieren: bis zu 37 Gramm Gold und Platin (Roh- oder halbbearbeiteter Zustand und Münzen), 60 Gramm Gold- oder Platinschmuck, 300 Gramm Silber (Roh- oder halbbearbeiteter Zustand und Münzen, Schmuck). Bei größeren Mengen ist eine schriftliche Zollerklärung abzugeben. Bei Münzen mit archäologischem, historischem oder numismatischem Wert und Gegenständen unter Denkmalschutz ist eine Ausfuhrbescheinigung des Kulturministeriums vorzulegen.

Gegen Ausländer, die in Bulgarien einer strafbaren Handlung verdächtigt werden, können die bulgarischen Behörden ein Ausreiseverbot verhängen, das u.U. für die gesamte Dauer der Ermittlungen aufrechterhalten wird.

Deutsche Botschaft in Bulgarien

Telefon: (00359 2) 91 83 80;
Fax: (00359 2) 963 16 58;
E-Mail: info@sofia.diplo.de;
Adresse: Ulica Frederic-Joliot-Curie 25, 1113 Sofia;
Postadresse: Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Postfach 869, 1000 Sofia, Bulgarien;
Internet: http://www.sofia.diplo.de.

Bulgarische Botschaft in Deutschland

Telefon: 030-2 01 09 22/23/24/25/26;
Fax: 030-2 08 68 38;
Postadresse: Mauerstraße 11, 10117 Berlin;
Internet: www.botschaft-bulgarien.de.

Impfungen

Standard
Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus (=Wundstarrkrampf) und Poliomyelitis (=Kinderlähmung), der (außer Polio Auffrischung b. Erwachsenen) von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird.
Diphtherie / Tetanus  
Poliomyelitis  
zusätzlich mögliche Impfungen
Die Entscheidung, ob eine dieser Impfungen sinnvoll und empfehlenswert ist, richtet sich nach Art, Standard und Dauer des Aufenthaltes, dem individuellen Verhalten des Reisenden und dessen Vorsorgebedürfnis (s. orientierender Kurztext). Reiseimpfungen werden nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen. Ausnahme: Influenza (=Grippe), FSME (=durch Zecken übertragene Frühsommermeningoenzephalitis) in endemischen Gebieten und Hepatitis B bei Kindern.
Hepatitis A  
Hepatitis B  
Influenza  
Tollwut  
Typhus  

Erkrankungen im Reiseland

Diese Auflistung enthält eine Auswahl im Reiseland vorkommende Erkrankungen. Über eine tatsächlich vorliegende Gefährdung für Reisende sollten Sie sich jeweils individuell informieren.
Darminfektion/Diarrhoe/Durchfall, FSME, Geschlechtskrankheiten, Hepatitis A, Hepatitis B, HIV/AIDS, Krim-Kongo hämorrhagisches Fieber, Leishmaniose, cutane (Orientbeule), Lyme Borreliose, Poliomyelitis (Kinderlähmung), Tollwut, Typhus, West-Nil-Fieber,

Malaria

Bulgarien ist frei von Malaria.

Einreisebestimmungen (für deutsche Staatsbürger)

Es besteht keine Visumpflicht.
Zur Einreise nach Bulgarien benötigen Deutsche Staatsangehörige einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Ein Visum ist für sie unter keinen Umständen mehr erforderlich. Kinder unter 16 Jahren dürfen nur mit Kinderausweis mit Lichtbild oder mit Reisepass einreisen; die Eintragung der Kinder in den Pass der Eltern ist nicht ausreichend. Personalausweise, Reisepässe und Kinderausweise mit Lichtbild sollten bei der Einreise noch drei Monate gültig sein, nach Auskunft der zuständigen bulgarischen Behörden mindestens jedoch für die geplante Reisedauer. Die Einreise mit einem gültigen Vorläufigen Reisepass ist ebenfalls möglich. Der Inhaber ist verpflichtet, Bulgarien vor dem Ablauf des Reisedokumentes zu verlassen. Die Einreise mit anderen Personaldokumenten ist nicht möglich. Für Aufenthalte von mehr als 90 Tagen wird eine Daueraufenthaltserlaubnis von der zuständigen bulgarischen Ausländerbehörde benötigt. Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen z.T. von den staatlichen Regelungen ab. Bitte erkundigen sie sich vor Antritt der Reise bei Ihrer Fluggesellschaft. Für alle Autobahnen und Landstraßen besteht Vignettenpflicht. Die Vignetten können an allen bulgarischen Grenzübergängen gekauft werden. Die Vignette muss in der rechten unteren Ecke der Frontscheibe angebracht werden.


Bitte beachten Sie ! Diese Checkliste ist kein Ersatz für ärztliche Beratung, sondern soll Sie bei der Reisevorbereitung unterstützen. Haftungsansprüche sind ausdrücklich ausgeschlossen. Falls weitere Fragen auftreten, bieten spezialisierte Info Hotlines weitere Auskünfte. Diese Impfungen und erforderliche Untersuchungen können Sie bei reisemedizinisch qualifizierten Ärzten oder tropenmedizinischen Instituten durchführen lassen. Die mit Checkbox versehenen Punkte sollten beachtet und entsprechend durchgeführt oder zur Kenntnis genommen werden. Daneben beachten Sie bitte Risiken durch vorbestehende Erkrankungen und Infektionskrankheiten, denen bisher nicht durch Impfung vorgebeugt werden kann.

Wir wünschen Ihnen eine gute Reise und gesunde Rückkehr.

Erstellt am 09.07.2015 10:41:51 ©2015 MTTS / Datenbasis:DRTM