Checkliste Peru

Region: Südamerika, tropische Zone
Hauptstadt: Lima


Hinweise

Peru ist ein seismisch aktives Land. Nach einem schweren Erdbeben im Jahre 2007 sind die Regionen um Pisco, Chincha, Caete und Ica weiterhin Notstandsgebiete. Des Weiteren muss regional mit Reisebehinderungen und Stromausfällen aufgrund von schweren Überschwemmungen oder Erdrutschen gerechnet werden.

Peru liegt, was die Kriminalität betrifft, im lateinamerikanischen Mittelfeld. Das schließt für Touristen das Risiko ein, Opfer von Diebstählen oder Überfällen zu werden. Auf der Panamericana (Hauptverbindung Nord - Süd) wird seit einiger Zeit ein Anstieg der Überfälle auf Überlandbusse registriert.

In Lima wird zu besonderer Vorsicht abends in der Innenstadt geraten. Auf Märkten und in Busstationen sind Diebstähle häufig.

In Cusco wurde zwar ein digitales Video-Überwachungssystem rund um die Plaza de Armas installiert; es wird dennoch davon abgeraten, nachts allein zu Fuß durch die Stadt zu gehen; selbst für kurze Entfernungen sollte ein Taxi genommen werden.

In Arequipa empfiehlt es sich dringend, ein zuverlässiges Telefon-Taxi zu nehmen, da Taxiüberfälle dort in letzter Zeit zugenommen haben.

Es wird ferner empfohlen, Aufmerksamkeit walten zu lassen und möglichst nicht allein und vor allem nicht nachts zu reisen; bei Überfällen auf keinen Fall Gegenwehr zu leisten oder die Täter zu provozieren; bei der Wahl der Unterkunft auf Sicherheitsaspekte (Nachtwächter, Hotelsafe, Zimmertelefon) zu achten; bei Bahn- und Busreisen Wertsachen nicht im Handgepäck, sondern am Körper zu tragen; Kreditkarten nicht ständig mit sich zu führen, vor allem nicht abends und nachts (Diebstähle in Bussen und an Busterminals sind weit häufiger als in preiswerten Hotels); Armenviertel in Großstädten zu meiden; wegen der Verkehrs- und Kriminalitätsrisiken auf nächtliche Überlandfahrten zu verzichten (wenn sich Nachtfahrten nicht vermeiden lassen, sollten nur die großen und bekannten Buslinien in Anspruch genommen werden (z.B. Olturse, Ormeo, Cruz del Sur)); auf keinen Fall von Hunuco aus die Strecke Tingo Maria - Tocache nach Tarapoto bzw. nach Pucallpa benutzen (dort ist die Gefahr für Überlandreisende derzeit besonders hoch); jede Berührung mit Drogen aller Art zu vermeiden (hohe Strafen, s.u.), Vorsicht walten zu lassen gegenüber Personen, die während der Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen, und Gepäck nie unbeaufsichtigt zu lassen.

In Peru kommt es immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren können. Die Reisefreiheit kann dadurch in den betroffenen Gebieten jederzeit zeitlich und räumlich stark eingeschränkt sein.

In zahlreichen Provinzen wurde zur Bekämpfung des Drogenanbaus und zur Terrorismusabwehr der Ausnahmezustand verhängt. Polizei und Streitkräfte verfügen über weitreichende Sonderrechte.

Reisende sollten in Peru die Nachrichten in den Medien verfolgen und ihre Reiseplanung entsprechend anpassen.

Bei Problemen mit der Geldversorgung können Sie sich z.B. mit der WESTERN UNION BANK in Verbindung setzen. Sie ist in allen größeren Städten Perus vertreten, Geldüberweisungen aus dem Ausland können schnell (oft noch am gleichen Tag) erfolgen, allerdings bei sehr hohe Kommissionen. Zunehmend ist Barabhebung von Landeswährung (Soles) sowie von US-Dollars mit EC-Karte an Geldautomaten möglich, sofern diese das MAESTRO-Logo tragen. Euro-Scheine können in Lima in Wechselstuben umgetauscht werden.

Informationen über Zollvorschriften in Peru finden sich auf der Webseite der peruanischen Obersten Zollbehörde (auf Spanisch und Englisch): www.aduanet.gob.pe. Für die Rückreise aus Peru nach Deutschland wird in Ergänzung der allgemeinen deutschen Zollvorschriften darauf hingewiesen, dass selbst kleine Mengen von losem oder auch abgepacktem Koka-Tee vom deutschen Zoll beschlagnahmt werden und Bußgeldverfahren nach sich ziehen können.

Drogenbesitz und Drogenhandel gelten als Verbrechen und werden mit sehr hohen Gefängnisstrafen geahndet. Personen, bei denen Kokain oder andere Drogen gefunden werden, müssen mit sofortiger Verhaftung sowie einer Haftstrafe in Höhe von 2 bis 25 Jahren rechnen. Die Gefängnisse in Peru entsprechen nicht europäischem Standard und sind z.T. extrem überbelegt. Die hygienischen Verhältnisse sowie die Versorgung der Häftlinge mit Lebensmitteln lassen zu wünschen übrig. Vermeiden Sie jede Berührung mit Drogen aller Art und vermeiden Sie jeden Kontakt zu Ihnen unbekannten, aufdringlichen Personen. Mitnahme bzw. Transport von Gegenständen für Dritte auch ohne Kenntnis des Inhalts kann verhängnisvolle Folgen haben.

Die medizinische Versorgung im Lande ist nur in teuren Privatkliniken mit Europa zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Oft fehlen auch ausgebildete Englisch sprechende Ärzte. Ein Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.

Deutsche Botschaft

Telefon: (00511) 212 50 16
Fax: (00511) 422 64 75
E-Mail: kanzlei@embajada-alemana.org.pe
Adresse: Avenida Arequipa 4202-4210, Lima 18 ( Miraflores)
Postadresse: Embajada de la República Federal de Alemania, Apartado 18-0504, Lima 18, Perú
Website: www.embajada-alemana.org.pe

Botschaft der Republik Peru

Telefon: 030-20 64 10 3
Fax: 030-20 64 10 77
E-Mail: gabinete@embaperu.de
Postadresse: Mohrenstraße 42, 10117 Berlin
Website: www.botschaft-peru.de

Impfungen

Standard
Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus (=Wundstarrkrampf) und Poliomyelitis (=Kinderlähmung), der (außer Polio Auffrischung b. Erwachsenen) von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird.
Diphtherie / Tetanus  
zusätzlich mögliche Impfungen
Die Entscheidung, ob eine dieser Impfungen sinnvoll und empfehlenswert ist, richtet sich nach Art, Standard und Dauer des Aufenthaltes, dem individuellen Verhalten des Reisenden und dessen Vorsorgebedürfnis (s. orientierender Kurztext). Reiseimpfungen werden nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen. Ausnahme: Influenza (=Grippe), FSME (=durch Zecken übertragene Frühsommermeningoenzephalitis) in endemischen Gebieten und Hepatitis B bei Kindern.
Gelbfieber   Eine Impfung wird nicht empfohlen, sofern sich die Reise auf Gebiete über 2300m, die Städte Cuzco und Lima, Machu Picchu oder den Inka-Trail beschränkt. Im Wesentlichen sind alle Gebiete westlich der Anden frei vom Gelbfieber, lediglich in den Regionen Lambayeque und Tumbes, sowie in Teilen des westlich-zentralen Cajamarca und des westlichen Piura sollte im Einzelfall eine Impfung erwogen werden. Dagegen sollten jedoch prinzipiell alle Reisenden (ab 9 Monaten), die sich östlich der Anden unter 2300m aufhalten, geimpft sein.
Hepatitis A  
Hepatitis B  
Influenza  
Tollwut  
Typhus  
Nur bei spezieller Indikation
Cholera   Impfnachweis kann abweichend von offiziellen Bestimmungen verlangt werden, insbesondere bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens der Hauptstadt.

Erkrankungen im Reiseland

Diese Auflistung enthält eine Auswahl im Reiseland vorkommende Erkrankungen. Über eine tatsächlich vorliegende Gefährdung für Reisende sollten Sie sich jeweils individuell informieren.
Bartonellose, Brucellose, Chagas-Krankheit, Cholera, Darminfektion/Diarrhoe/Durchfall, Dengue-Fieber, Echinokokkose, Fascioliasis, Fleckfieber, Gelbfieber, Geschlechtskrankheiten, Hepatitis A, Hepatitis B, HIV/AIDS, Leishmaniose, cutane (Orientbeule), Leptospirose, Pest, Tollwut, Typhus,

Malaria

Das Risiko ist ganzjährig unterhalb von 1.500 m Höhe im gesamten Land mit regional unterschiedlicher Verteilung gegeben. Malaria tertiana macht etwa 3/4 der Fälle aus, die lebensgefährliche Malaria tropica ungefähr 1/4 der Fälle.
Medikamente
Mückenschutz

Einreisebestimmungen (für deutsche Staatsbürger)

Es besteht keine Visumpflicht. Bitte Rückversicherung über die jeweilige Botschaft oder beim Auswärtigen Amt.
Deutsche Touristen benötigen für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen einen Reisepass, der bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein muss. Der deutsche Kinderausweis muss mit einem Lichtbild versehen sein. Der Verlust des Reisepasses bringt erhebliche Probleme mit sich. Vor Ausstellung eines Ersatzdokuments sind gründliche Nachforschungen unerlässlich. Es empfiehlt sich daher, eine beglaubigte Kopie des Passes mitzuführen und sie gesondert aufzubewahren. Nach peruanischen Vorschriften muss stets ein gültiges Personalpapier mitgeführt werden. Für die Wiederausreise ist u.a. eine Passverlustanzeige bei der peruanischen Nationalpolizei, die so genannte "Denuncia" erforderlich. Die Denuncia kann nur bei der örtlichen Touristenpolizei in ihrem Amtsbezirk aufgegeben werden. Touristen stoßen auf Widerstand, wenn sie die Verlustanzeige in einem anderen Amtsbezirk aufgeben wollen. Ein Visum ist für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen nicht erforderlich. Bei der Einreise sollte darauf geachtet werden, dass die beabsichtigte Aufenthaltsdauer durch die Beamten der peruanischen Einwanderungsbehörde im Pass oder auf dem (stets auszufüllenden!) Einreisezettel (Tarjeta Internacional de Embarque / Desembarque) vermerkt wird. Es kann andernfalls vorkommen, dass die Beamten der Einwanderungsbehörde die Aufenthaltserlaubnis im Pass willkürlich auf z.B. 30 Tage begrenzen, obwohl ein Aufenthalt von beispielsweise 45 Tagen geplant ist. Bei der Ausreise auf dem Luftweg ist eine Flughafensteuer in bar am Flughafen zu entrichten; Kreditkartenzahlung etc. ist nicht möglich.


Bitte beachten Sie ! Diese Checkliste ist kein Ersatz für ärztliche Beratung, sondern soll Sie bei der Reisevorbereitung unterstützen. Haftungsansprüche sind ausdrücklich ausgeschlossen. Falls weitere Fragen auftreten, bieten spezialisierte Info Hotlines weitere Auskünfte. Diese Impfungen und erforderliche Untersuchungen können Sie bei reisemedizinisch qualifizierten Ärzten oder tropenmedizinischen Instituten durchführen lassen. Die mit Checkbox versehenen Punkte sollten beachtet und entsprechend durchgeführt oder zur Kenntnis genommen werden. Daneben beachten Sie bitte Risiken durch vorbestehende Erkrankungen und Infektionskrankheiten, denen bisher nicht durch Impfung vorgebeugt werden kann.

Wir wünschen Ihnen eine gute Reise und gesunde Rückkehr.

Erstellt am 09.07.2015 10:42:01 ©2015 MTTS / Datenbasis:DRTM