Checkliste Argentinien

Region: Südamerika, gemäßigte Zone
Hauptstadt: Buenos Aires


Aktuell

22.06.2015 - Hanta-Virus - +

Hinweise

Das Grenzgebiet zu Chile ist eine seismisch aktive Zone, hier muss mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer und vulkanischer Aktivität gerechnet werden.

Wegen erhöhter Kriminalität wird zu Vorsicht geraten. Wertgegenstände sollten nicht offen getragen werden, Bargeld sollte nur in geringen Mengen mitgeführt werden. Bei Überfallen sollte kein Widerstand geleistet werden, da die Täter in der Regel bewaffnet sind und vor Gewaltanwendung nicht zurückschrecken. An belebten Orten und in Verkehrsmitteln ist mit Trickdiebstählen zu rechnen. Beliebt ist es, jemanden mit Senf o.ä. zu beschmutzen, hilfsbereit mit der Reinigung zu beginnen und dabei alle greifbaren Gegenstände zu entwenden. In Hotels der einfacheren Preisklasse kommen häufig Diebstähle vor. Dokumente sollten von Bargeld getrennt und sicher (Hotelsafe) verwahrt werden. Aufmerksamkeit ist bei Bargeldabhebungen oder –tausch sowie an den touristischen Anziehungspunkten von Buenos Aires in La Boca und in San Telmo und an der Bahnstation Retiro geboten.

Bei Diebstahl muss für Erstattungsansprüche gegenüber deutschen Versicherungen eine Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Bei der Deutschen Botschaft gibt es schriftliche Übersetzungshilfen.

Wegen der Gefahr von Diebstählen und sexuellen Übergriffen sollten Taxis nicht auf der Straße angehalten, sondern nach Möglichkeit ein Funk-Taxi (sog. Radio-Taxi) telefonisch bestellt werden, da in diesem Fall die Fahrt registriert wird. Besondere Vorsicht ist im Straßenverkehr geboten, das gilt vor allem auch für Fußgänger! Die Unfallzahlen sind in Argentinien deutlich höher als in Mitteleuropa.

Im Falle des Verlusts des Reisepasses ist die polizeiliche Verlustanzeige für die Wiederausreise unerlässlich. Der Verlust sollte unverzüglich der Botschaft oder dem nächstgelegenen Honorarkonsul angezeigt und die Ausstellung eines Ersatzdokumentes beantragt werden.

Bei einer Festnahme oder Inhaftierung ist unverzüglich auf ein Telefonat mit der Botschaft oder dem zuständigen Honorarkonsul zu bestehen.

Mit EC-Bankkarten, sowie deutschen Kreditkarten und der PIN kann an Geldautomaten Bargeld abgehoben werden. Dollar lassen sich im ganzen Land problemlos tauschen; Wechselstuben oder Banken, die EURO in Pesos tauschen, sind außerhalb von Buenos Aires selten. Travellerschecks können ebenfalls in Banken und Wechselstuben eingelöst werden. Die Bezahlung mit Kreditkarte ist nicht immer möglich. Bargeld darf bis zu einer Summe von 10.000 USD eingeführt werden.

Drogenhandel und Drogenkonsum sind in Argentinien strafbar und werden verfolgt. Auch der Besitz geringer Mengen kann zu hohen Gefängnisstrafen führen.

Es ist verboten, ohne Genehmigung gewisse freilebende Tiere einzufangen, zu halten, zu kaufen oder zu transportieren. Die Verbote richten sich auch gegen die Veräußerung von Produkten oder Souvenirs, zu deren Herstellung freilebende Tiere verwendet wurden. Die Listen der betroffenen Arten sind von Provinz zu Provinz unterschiedlich. Unabhängig von den argentinischen Regelungen bestehen auch in Deutschland Einfuhrverbote oder Genehmigungsvorbehalte für Tiere, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen. Nähere Informationen zur Einfuhr finden sich unter www.bfn.de oder direkt beim Bundesamt für Naturschutz Abt. Z 3, Konstantinstr. 110, 53179 Bonn, Tel. 0049-228-8491443, Fax 0049-228-8491470.

Die stationäre sowie ambulante ärztliche Versorgung ist im Großraum Buenos Aires als gut zu bezeichnen. In der Provinz jedoch, auch in größeren Städten, ist die Gesundheitsfürsorge nicht mit europäischen Maßstäben zu vergleichen.. Bei Reisen in die Provinz sollten Medikamente in Form einer "Reiseapotheke" in ausreichender Menge aus Deutschland mitgeführt werden.

Deutsche Botschaft in Argentinien:

Telefon: (0054 11) 47 78 25 00;
Fax: (0054 11) 47 78 25 50;
E-Mail: info@buenos-aires.diplo.de;
Adresse: Calle Villanueva 1055, C1426BMC Buenos Aires;
Postadresse:
Embajada de la República Federal de Alemania,
Calle Villanueva 1055,
C1426BMC Buenos Aires, Argentinien
Internet: http://www.buenos-aires.diplo.de

Argentinische Botschaft in Deutschland:

Telefon: 030-2 26 68 90;
Fax: 030-2 29 14 00;
E-Mail info@argentinische-botschaft.de;
Website www.argentinische-botschaft.de;
Postadresse: Kleiststraße 23-26, 10787 Berlin

Impfungen

Standard
Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus (=Wundstarrkrampf) und Poliomyelitis (=Kinderlähmung), der (außer Polio Auffrischung b. Erwachsenen) von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird.
Diphtherie / Tetanus  
zusätzlich mögliche Impfungen
Die Entscheidung, ob eine dieser Impfungen sinnvoll und empfehlenswert ist, richtet sich nach Art, Standard und Dauer des Aufenthaltes, dem individuellen Verhalten des Reisenden und dessen Vorsorgebedürfnis (s. orientierender Kurztext). Reiseimpfungen werden nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen. Ausnahme: Influenza (=Grippe), FSME (=durch Zecken übertragene Frühsommermeningoenzephalitis) in endemischen Gebieten und Hepatitis B bei Kindern.
Gelbfieber   Empfohlen für alle Reisenden, die älter als 9 Monate sind und die die nördlichen und nordöstlichen Waldgebiete des Grenzgebiets zu Paraguay und Brasilien in Höhenlagen von bis zu 2 300 m besuchen. Dies beinhaltet alle Regionen der Provinz Misiones (inklusive der Iguazú-Wasserfälle) sowie Teile der Provinz Corrientes (Departments Berón de Astrada, Capital, General Alvear, General Paz, Itatí, Ituzaingó, Paso de los Libres, San Cosme, San Martín, San Miguel und Santo Tomé). In folgenden Gebieten besteht zwar ein geringes Gelbfieberrisiko, eine Impfung wird hier jedoch im Allgemeinen nicht empfohlen: Teile der Provinz Chaco (Department Bermejo), die gesamte Provinz Formosa, sowie die Departments Ledesma, San Pedro, Santa Bárbara und Valle Grande in der Provinz Jujuy und die Departments Anta, General José Martín, Oran und Rivadavia in Salta. Bei Reisen, die sich auf Regionen beschränken, die hier nicht genannt wurden oder die über 2 300 m liegen, wird eine Impfung nicht empfohlen.
Hepatitis A  
Hepatitis B  
Influenza  
Typhus  

Erkrankungen im Reiseland

Diese Auflistung enthält eine Auswahl im Reiseland vorkommende Erkrankungen. Über eine tatsächlich vorliegende Gefährdung für Reisende sollten Sie sich jeweils individuell informieren.
Brucellose, Chagas-Krankheit, Darminfektion/Diarrhoe/Durchfall, Echinokokkose, Gelbfieber, Geschlechtskrankheiten, Hepatitis A, HIV/AIDS, Leishmaniose, cutane (Orientbeule), Leishmaniose, viszerale (Kala Azar), Milzbrand (Anthrax), Tollwut, Typhus,

Malaria

Das Risiko ist niedrig und nur im Tiefland der Grenzregionen zu Bolivien und Paraguay gegeben. Es kommt ausschließlich Malaria tertiana vor.
Medikamente
Mückenschutz

Einreisebestimmungen (für deutsche Staatsbürger)

Es besteht keine Visumpflicht. Bitte Rückversicherung über die jeweilige Botschaft oder beim Auswärtigen Amt.
Deutsche Staatsangehörige können bis zu 90 Tage als Touristen visafrei nach Argentinien einreisen. Bei Einreise muss der deutsche Reisepass noch mindestens 3 Monate lang gültig sein. Der Personalausweis wird nicht als einreisefähiges Dokument anerkannt. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt. Eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung bis zu insgesamt 6 Monaten ist vor Ort (Ausländerbehörde) möglich. Es besteht jedoch kein Anspruch darauf. Sofern ein längerer Aufenthalt oder eine Erwerbstätigkeit in Argentinien geplant ist, sollte vor Reiseantritt das argentinische Konsulat in Deutschland wegen der Visabestimmungen kontaktiert werden. Minderjährige brauchen für die Ein- und Ausreise die Erlaubnis des/der (beider) Sorgeberechtigten. Für jede Reise wird eine neue Reisegenehmigung benötigt. In Argentinien wird man erst mit 21 Jahren volljährig. Reisende mit Wohnsitz in Deutschland, die das 18., aber noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet haben, sollten daher eine Bescheinigung über die Volljährigkeit in Deutschland mit sich führen. Unter 18-Jährige müssen auf Reisen eine Bescheinigung über die Einwilligung der Sorgeberechtigten mit sich führen. Wird der Minderjährige von nur einem Sorgeberechtigten begleitet, so ist die Einwilligung des anderen Sorgeberechtigten notwendig. Ist nur ein Elterteil sorgeberechtigt (auch bei Verwitweten), so muss hierüber eine Bescheinigung mitgeführt werden. Reist der Minderjährige allein oder in Begleitung volljähriger Dritter, so müssen die Bescheinigungen Namen, Anschrift und Ausweis- oder Passnummer des Begleiters und/oder der Empfangsperson am Zielort enthalten. Kinder unter 6 Jahren werden bei Ein- und Ausreise in das Register der argentinischen Einwanderungsbehörden eingetragen. Die Einwilligungen und Nachweise müssen von dem argentinischen Konsulat beglaubigt werden. Es empfiehlt sich, Dokumente ins Spanische zu übersetzen, damit es bei Ein- und Ausreise keine Probleme gibt. Verbindliche Auskünfte erteilen nur die argentinischen Konsulate.


Bitte beachten Sie ! Diese Checkliste ist kein Ersatz für ärztliche Beratung, sondern soll Sie bei der Reisevorbereitung unterstützen. Haftungsansprüche sind ausdrücklich ausgeschlossen. Falls weitere Fragen auftreten, bieten spezialisierte Info Hotlines weitere Auskünfte. Diese Impfungen und erforderliche Untersuchungen können Sie bei reisemedizinisch qualifizierten Ärzten oder tropenmedizinischen Instituten durchführen lassen. Die mit Checkbox versehenen Punkte sollten beachtet und entsprechend durchgeführt oder zur Kenntnis genommen werden. Daneben beachten Sie bitte Risiken durch vorbestehende Erkrankungen und Infektionskrankheiten, denen bisher nicht durch Impfung vorgebeugt werden kann.

Wir wünschen Ihnen eine gute Reise und gesunde Rückkehr.

Erstellt am 09.07.2015 10:41:50 ©2015 MTTS / Datenbasis:DRTM